Minergie

Marktanalyse Minergie

Neue Wohnbauten im Fokus

Das Gebäudelabel Minergie ist seit der Lancierung 1998 auf erfolgreichem Kurs. Insgesamt wurden bisher ca. 15‘000 Gebäude nach den Standards Minergie, Minergie-P oder Minergie-Eco zertifiziert.

Es zeigt sich jedoch, dass sich der Boom auf Wohngebäude und den Neubausegment konzentriert. Mit 15 Prozent Anteil am inländischen Neubaumarkt ist Minergie weltweit das wohl am besten umgesetzte Energie- oder Nachhaltigkeitslabel.
Die aktuelle Marktanalyse zeigt aber auch, dass die regionalen Unterschiede innerhalb der Schweiz beträchtlich sind. Während sich Minergie in Städten wie Zürich und Winterthur bei Neubauten beinahe zum Standard entwickelt hat (mit einem Anteil am Neubau von 54 bzw. 44 Prozent im Jahr 2009), gibt es immer noch Gemeinden, in denen kein einziges Minergie-Gebäude steht.

Bereitschaft für Mehrkosten

Lohnt sich Minergie auch finanziell? Die Minergie-Marktanalyse aus dem Jahr 2008 hat empirisch nachgewiesen, dass bei Transaktionen ein Aufpreis von 7 Prozent bei Einfamilienhäusern und 3,5 Prozent für Stockwerkeigentum für Minergie bezahlt wird. Die Zahlungsbereitschaft der Mieter wird mit der aktualisierten Studie untersucht. Die gute Nachricht für Investoren: Mieter sind bereit, eine Prämie von rund 6 Prozent für Minergie-Wohnungen zu bezahlen. Die höhere Nettomiete geht dabei mit tieferen Neben¬kosten einher. Allerdings bleiben die Bruttomieten unter dem Strich teurer als für konventionelle Wohnungen. Wird die Prämienentwicklung über die letzten Jahre betrachtet, zeichnet sich ganz klar ein Trend zur Angleichung der Mieten für Minergie- und konventionelle Wohnungen ab.

Quelle: „Der Nachhaltigkeit von Immobilien einen finanziellen Wert geben. Der Minergie-Boom unter der Lupe“, Marktanalyse 2010; CCRS Universität Zürich

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