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Bestand und Ersatz - Unter welchen Bedingungen?

Aktualisiert: 8. Juli

Ergebnisse zur Expertenbefragung: 📄Befragung Graue Energie - Auswertung


Ausgangslage

FĂŒr die Bau- und Immobilienbranche ist der Erhalt von Grauer Energie ein wichtiges Anliegen. Dies zeigt eine neue, breit abgestĂŒtzte Expertenbefragung im Auftrag von Green Building Schweiz. Wirtschaftlichkeit, Nutzbarkeit und genĂŒgend Wohnungsbau haben fĂŒr die Branche allerdings PrioritĂ€t. Diese Erkenntnis prĂ€sentierte der Verein an seiner Hauptversammlung aus der Diskussionsgrundlage «Bestand und Ersatz, unter welchen Bedingungen?». 


Erkenntnisse

Der Erhalt von Grauer Energie wird in der Branche unbestritten hoch gewichtet. In der RealitĂ€t gelten aber oftmals andere PrioritĂ€ten. Unter schwierigeren Marktbedingungen werden Projekte zurĂŒckgestellt, nicht realisiert oder verlagern sich in andere Regionen mit weniger starken Vorschriften. Besonders zeigt sich dies bei Unternehmen mit Bestand in Basel, wo regulatorische Rahmenbedingungen stark verschĂ€rft wurden.


Der (Teil-) Ersatz wird oft aus wirtschaftlichen GrĂŒnden bevorzugt: EigentĂŒmer, Entwickler und Bauindustrie schĂ€tzen höhere Kosten, fehlende Wirtschaftlichkeit und fehlende Zahlungsbereitschaft und ein geringeres Lösungsspektrum als grösste Herausforderungen bei kĂŒnftigen Bauprojekten ein. FĂŒr einen (Teil-) Ersatz sprechen aber auch andere GrĂŒnde: Wenn Nutzungsstrukturen nicht mehr passen oder mehr Wohnraum geschaffen werden kann. 


Die grossen Innovationspotenziale sieht die Branche in effizienteren Planungs- und Realisierungsprozessen. Mit reduzierten Standards, staatlichen Anreizen fĂŒr das Weiterbauen und höheren HĂŒrden fĂŒr Einsprachen sollen Potenziale aktiviert werden.


Neben drĂ€ngenden Fragen zum Klimawandel stehen grosse gesellschaftliche Fragen: Die Branche sieht einen grossen Bedarf in der Schaffung von genĂŒgend und bezahlbarem Wohnraum. Die Bereitstellung solcher FlĂ€chen erfordert aus ihrer Sicht Kompromisse beim Erhalt von Grauer Energie in GebĂ€uden.

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EinschÀtzung des Vereines

Der Verein Green Building Schweiz leitet aus den Erkenntnissen vier Positionen ab: 


‱    OpportunitĂ€tskosten berĂŒcksichtigen: Bei der Berechnung der Grauen Energie mĂŒssen Systemgrenzen ĂŒber das GebĂ€ude hinausgezogen werden: Wenn ein GebĂ€ude an einem Ort erhalten anstatt ersetzt wird, muss zusĂ€tzlicher Wohn- oder Gewerberaum an einem anderen Ort gebaut werden. Das bedeutet hĂ€ufig: an schlechter erschlossener Lage. Die dadurch entstehende Graue Energie im Neubau und der MobilitĂ€t muss eingepreist werden.

‱    Von Maximalforderungen abrĂŒcken: Maximalforderungen sind keine Antwort auf kĂŒnftige Herausforderungen. Projekte mĂŒssen realisierbar und FlĂ€chen fĂŒr Nutzerinnen und Nutzer bezahlbar und in ausreichendem Mass verfĂŒgbar sein.

‱    Gemeinsame Ziele formulieren: Viele Unternehmen sind am Experimentieren. Besser als starre Vorgaben sind gemeinsame Ziele, damit Neues und (noch) nicht Standardisiertes wirtschaftlich, nutzungs- und nutzerorientiert umgesetzt werden kann und Planungs- und Realisierungsprozesse effizienter gestaltet werden können. 

‱    Die Betriebsphase antizipieren: Der Blick auf die Erstellungsphase und das Thema Graue Energie greift zu kurz. Genauso wichtig sind Massnahmen und Investitionen in der Entwicklung und Realisierung, die einen nutzungsorientierten, energieeffizienten und wirtschaftlich nachhaltigen Betrieb fĂŒr heutige und kĂŒnftige Generationen ermöglichen.


Methode

Die Befragung wurde vom Verein Green Building durchgefĂŒhrt und ausgewertet. Befragt wurden vorwiegend FĂŒhrungspersonen aus Unternehmen mit eigenem GebĂ€udebestand, Entwickler, Bauindustrie sowie Fachplaner und Dienstleister aus der Branche. Mit den TĂ€tigkeiten der 152 Befragten wird die ganze Schweiz abgedeckt.




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eigenen Text hinzuzufĂŒgen und mich zu bearbeiten.

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