Green Lab Initiative

Die Schweizer Forschung ist weltweit in der Spitzenliga unterwegs. Um diesen Platz auch inskünftig halten zu können, müssen die Zeichen der Zeit erkannt und es muss frühzeitig gehandelt werden!

 

Die Forschung befindet sich in einem strukturellen Wandel und die zukünftigen Anforderungen können nicht mehr mit den Konzepten und Lösungen von gestern erfüllt werden.
 

Wie sehen die Konzepte und Lösungen der Zukunft aus?

 

Die Schweiz hat sich im Pariser Klimaabkommen verpflichtet, den Treibhausgasausstoss bis 2030 zu halbieren und bis 2050 Netto-Null Emissionen zu erreichen.
 

Wie sieht denn eigentlich die Strategie für die energiehungrigen Laborgebäude aus?

 

Wussten Sie, dass …

 

  • … der Gebäudepark 45% der gesamten Primärenergie der Schweiz konsumiert?

  • … 24% der Treibhausgasemissionen in der Schweiz von Gebäuden verursacht werden?

  • … ein Laborgebäude bis zu 10x mehr Energie benötigt als ein Bürogebäude mit vergleichbarer Fläche?

  • … bis zu 90% des Energieverbrauchs in einem Laborgebäude für die Infrastruktur gebraucht wird?

  • … 80% der Lebenszykluskosten im Betrieb anfallen und nur 20% in der Errichtung?

 

Die Laborgebäude spielen also eine Schlüsselrolle im Energiebedarf und der Attraktivität der Schweizer Forschung. Und genau hier greift die Green Lab Initiative des Vereins Green Building Schweiz:

  • Es gibt kaum Forschung ohne die geschützten Umgebungsbedingungen eines Labors.

  • In der Zukunft sollte es Forschung nur in einem Green Lab geben.

  • Die zukünftigen Anforderungen der Forschung können nur erfüllt werden, wenn die Laborgebäude und ihre Infrastruktur sich grundlegend verändern.

  • Die Green Lab Initiative hat das Ziel, die CO2-Neutralität sowie die Wettbewerbsfähigkeit der Forschung in der Schweiz massgeblich zu unterstützen.

 

Warum die Green Lab Initiative des Vereins Green Building Schweiz?

 

Weil es in der Schweiz bisher keinen ganzheitlichen Ansatz für die Laborgebäude, ihre Infrastruktur und ihre enormen Auswirkungen auf die Forschung gibt. Eines ist glasklar: «Die Rahmenbedingungen für die Forschung und Entwicklung ändern sich dramatisch. Die jetzigen Labore basieren jedoch auf der Infrastruktur und den Konzepten von gestern.» (W.I.R.E, 2. Auflage April 2016)

 

Wir brauchen also dringend neue Ideen, technische Lösungen, einen Perspektivenwechsel und Zusammenarbeit, um die Schweizer Forschung CO2-neutral zu machen und die Wettbewerbsfähigkeit aufrecht zu erhalten. Dabei spielt die Green Lab Initiative eine entscheidende Rolle, denn:
 

  • Green Lab initiiert und moderiert eine ganzheitliche Betrachtung der Labore und initiiert einen Perspektivenwechsel mit einer 360°-Betrachtung aller involvierten und betroffenen Parteien aus der Schweiz für die Schweiz;

  • Green Lab baut Brücken zwischen den Disziplinen und liefert eine neutrale Plattform für den Austausch aller Parteien für den Forschungsstandort Schweiz;

  • Green Lab deckt auf, was heute noch fehlt und unterstützt den Lösungsfindungsprozess;

  • Green Lab bietet mit seinen Mitgliedern Fachwissen und Erfahrung an, damit auch Ihre Labore bestens für die Zukunft gerüstet sind;

  • Green Lab unterstützt innovative Geschäftsmodelle für die Modernisierung bestehender und die Energieversorgung zukünftiger Labore;

  • Green Lab gibt dem Labor der Zukunft einen Heimathafen in der Schweiz.

 

Erfahren Sie dazu mehr:

 

CO2-neutrale Forschung:

Warum gelingt dies nur über die Infrastruktur?

 

Ein Laborgebäude ist mit keinem anderen Gebäude vergleichbar. Bekannte Massnahmen, wie z.B. die Fassadenisolierung, erreichen in einem Laborgebäude wenig. Der Energiebedarf eines Laborgebäudes ist bis zu 10-mal höher als jener eines Bürogebäudes gleicher Nutzfläche. Dabei benötigt die technische Infrastruktur bis zu 90% des Energiebedarfs in einem Laborgebäude.

Daher lohnt sich eine besondere Betrachtung dieses Gebäudetyps, denn die Potentiale sind enorm.

 

Die Ursachen für die komplexe und energiehungrige Infrastruktur eines Labors sind sehr hohe Sicherheitsanforderungen, die auch in Zukunft ohne Kompromisse erfüllt werden müssen.

 

Um das Ziel der CO2-neutralen Forschung zu erreichen, brauchen wir eine ganzheitliche Betrachtung:

 

  • Wie kann der Energiebedarf durch Anpassung an das Gefährdungspotential reduziert werden?

  • Wie kann die Effizienz der benötigten Systeme optimiert werden?

  • Welche Energieformen werden wann benötigt und wie können diese auf CO2-neutrale Erzeugung umgestellt werden?

  • Welche Energie kann CO2-neutral vor Ort erzeugt werden?

  • Wie können Energiespeicher gewinnbringend eingebunden werden, um die Energiekosten sowie die Emissionen zu reduzieren (Smart Lab im Smart Grid)?

 

Im Green Lab Netzwerk tauschen wir Best-Practice Beispiele aus, vernetzen die Experten der unterschiedlichsten Disziplinen miteinander und unterstützen die Lösungsfindung im individuellen Projekt.

 

Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Forschung:
Warum ist die Infrastruktur ein Schlüssel zum Erfolg?

 

Die Forschung und ihre Attraktivität bilden eine wesentliche Grundlage für den Wohlstand in der Schweiz. Aber: Die gesamte Forschung befindet sich in einem dramatischen Wandel: Forschungsaufgaben werden zunehmend komplexer, wodurch bei steigenden Kosten die Produktivität abnimmt. Gleichzeitig automatisiert der technologische Fortschritt klassische Laboraufgaben, wodurch die Forschung vermehrt in Büro-ähnlicher Umgebung durchgeführt wird. Des Weiteren wird die interdisziplinäre Zusammenarbeit immer wichtiger. Forschung wird in Zukunft projektbezogen organisiert, was wiederum eine sehr flexible Infrastruktur voraussetzt. Die Digitalisierung der Forschung und des Laborgebäudes schafft völlig neue Perspektiven.

Für die Forscher bedeutet dies eine Revolution ihrer Arbeitsweise – ebenso für das Laborgebäude und seine Infrastruktur.

 

Hohe Flexibilität der Infrastruktur für bessere Forschung:
Der Traum von der «Plug & Play» Infrastruktur

 

Entsprechend der Aufgabenstellung erhalten die Forschungsteams exakt die Infrastruktur und Räumlichkeiten, die sie für ihre Arbeit benötigen. Dabei werden die erforderlichen Medien und Einrichtungen im laufenden Betrieb bei minimalem Betriebsunterbruch zur Verfügung gestellt (Plug & Play). Die Gefährdungspotentiale müssen laufend an die neuen Gegebenheiten angepasst werden und die Sicherheit muss über die Infrastruktur zu jeder Zeit gewährleistet sein. Die steigende Komplexität wird mit Hilfe innovativer Digitalisierungslösungen gemanagt und die Forscherinnen und Forscher erhalten angenehmere und gesündere Umgebungsbedingungen. Schliesslich ermöglichen eine bedarfsgerechte Steuerung, Regelung und Überwachung eine deutlich bessere Betriebseffizienz.

 

Green Lab ergreift die Initiative, um alte Denkmuster aufzubrechen und die Zusammenarbeit der Gewerke untereinander zu verbessern.

 

Förderung der interdisziplinären Zusammenarbeit unter Einbezug der Infrastruktur eines Laborgebäudes

 

Um die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Forscher zu verbessern, werden Wände eingerissen: Open Space Labore und Büros, Begegnungszonen, Kreativ-Inseln, geteilte Einrichtungen usw. Sensoren geben detaillierte Informationen über den Belegungszustand aller Räume und die digitalen Assistenten unterstützen die Forscherinnen und Forscher im täglichen Umgang mit der neuen Welt: reservieren von Räumen und Einrichtungen, finden von Kollegen, Sicherheitsinformationen etc. Für die Flächenbewirtschaftung gibt es detaillierte Informationen in Echtzeit: Vollständige Transparenz über Personenflüsse, Flächennutzung, Umgebungsbedingungen und vieles mehr. Trotz geteilter Flächen und Einrichtungen behält jede/r Mitarbeiterin/er ihre bzw. seine individuelle Komfortzone, die sie oder er mit dem smarten Assistenten bedienen kann.

 

Die Digitalisierung im Laborgebäude: Warum ist dies eine Voraussetzung für den Erfolg?

 

Das Labor der Zukunft erfordert in der Planung, der Erstellung und im Betrieb eine konstruktive Zusammenarbeit aller Disziplinen. Diese Zusammenarbeit kann nur mit Hilfe eines digitalen Zwillings als «single source of truth» erfolgen. Alle Medien und Einrichtungen für die flexible Versorgung des Labors werden in einem gemeinsamen Modell geplant und gepflegt. Dabei stellen automatisierte Funktionen die erforderlichen Verknüpfungen der dynamischen Raumelemente her. Zusätzlich ermöglichen Optimierungen mit systematischen Datenanalysen eine maximale Betriebseffizienz. Geplante Anpassungen an der Infrastruktur und der Gebäudenutzung werden vorgängig am digitalen Zwilling modelliert und simuliert.

 

Kaum ein anderes Gebäude ist so komplex wie ein Laborgebäude. Daher sind die Zusammenarbeit und ein Umdenken aller Disziplinen wichtiger denn je.
 

Green Lab initiiert und forciert den damit verbundenen Kulturwandel.

 

Damit wir unsere Ziele erreichen brauchen wir Sie mit an Bord!

 

Kommen Sie ans 1. Green Lab Symposium am 23.11.2020 in Zug. Hier finden Sie Antworten, Kontakte, Ideen, …

 

Was erwartet Sie am ersten Labor-Symposium in der Schweiz für die Schweiz?

 

  • Namhafte Keynote Präsentationen über den aktuellen Stand der Forschung und die Zukunftsperspektiven;

  • Fachreferate aus unterschiedlichsten Perspektiven: Forscher, Nutzer, Planer, Architekt, Investor, Ausrüster, Sicherheit, Unterhalt, Behörden, Energieversorger;

  • Interaktive Workshops zu spezifischen Themen für kreative Lösungsfindungen;

  • Eine einmalige Networking-Gelegenheit in der Schweiz mit «Gleichgesinnten».

 

Den Flyer samt Programmablauf und weiteren Informationen finden Sie hier.

 

ALSO: Bringen Sie Ihre Herausforderung mit und lassen Sie sich durch die Ideen der anderen inspirieren! Merken Sie sich den Termin vor. Alle weiteren Details dazu werden in Kürze hier aufgeschaltet. Wir sehen uns am 23.11.2020 in Zug!

 

Für Fragen oder Anliegen stehen wir Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung. Unsere Kontaktdaten lauten wie folgt:

Jens Feddern   

Mitglied des Vorstandes

Leiter Ressort Green Lab

Verein Green Building CH

Tel +41 (0)79 470 68 28

info@greenbuilding.ch

Sibylle Brunner

Stellvertretende Geschäftsführerin

Co-Leiterin Ressort Green Lab

Verein Green Building CH

Tel +41 (0)31 356 57 70

info@greenbuilding.ch

Geschäftsstelle 

Elfenstrasse 19

3006 Bern

Tel.: +41 31 356 57 70

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